Die Kirmes zu Unterweißbach.
 
Seit Jahrhunderten wird die Kirmes als ein ländliches Fest im Herbst gefeiert.
Es ist eine Form des Erntefestes, die früher mit verschiedenem Brauchtum gefeiert wurde.

So gab es landschaftlich verschiedene Kirmestänze, die besonderen Kirmesspeisen und den Kirmesumzug. In Unterweißbach ist diese Tradition unter Schirmherrschaft des Kirmesvereins noch lebendig.

 
 
Jedes Jahr, am letzten Samstag im August beginnt die Festwoche mit einem Tanzabend. Um 23.00 Uhr wird die Hauptperson, die „Kirmespuppe“ abgeholt und zum Leben erweckt. Bekräftigt wird diese Zeremonie mit den Ruf „unsre Körmse, unsere Körmse, unsere Körmse, sie lebe hoch“. Jetzt ergreift der Pfarrer das Wort zur Kirmespredigt. Hier kommt keiner ungeschoren davon, der sich in den letzten 12 Monaten etwas zu Schulden hat kommen lassen.

Mit viel Humor und Satire wird das Gemeindeleben des letzten Jahres zum Besten gegeben. Auch diese Arbeit des Kirmespfarrers ist eine uralte Tradition und mit viel Arbeit verbunden. Es gehört schon etwas Feingefühl und eine ganze Portion poetisches Talent dazu in kürzester Zeit so eine Rede niederzuschreiben, welche aber kein Jahr ihre Wirkung verfehlt und mit viel Gelächter und Applaus honoriert wird.
 
 
Am darauffolgenden Sonntag des Augusts findet die Kirmes mit dem Festumzug Ihren Höhepunkt. In ihm verkörpern Dorfbewohner ein Stück vergangener Geschichte.